Dienstag, 9. September 2008

"Kulturhauptstadt des Führers"

Welche Spuren hinterließ die Kulturpolitik der Nazionalsozialisten in der Heimatstadt des Führers? Eine Ausstellung über Fantasmen, den Alltag und deren Auswirkungen zwischen 1938 und 1945.


Im Nationalsozialismus wurde die damalige Hauptstadt des "Gaus" Oberdonau innerhalb kurzer Zeit von einer Kleinstadt zur Industriestadt. Veränderungen vollzogen sich dabei nicht nur im sozialen und wirtschaftlichen Sektor, sindern auch im Kulturleben der Stadt.
Adolf Hitlers Linzer Fantasien in Form massiver Eingriffe in die städtische Architektur und Kultur sind dabei nur ein Aspekt der umfassenden Betrachtung, die "Kulturhauptstadt des Führers" leistet.

Neben den kulturellen Visionen zeit die Ausstellung aber auch den kulturpolitischen Alltag zwischen 1938 und 1945 und stellt die Frage nach Kontinuitäten und nach dem "Erbe" dieser Vergangenheit; Handlungsspielräumen, Strategien und Positionierungen heimischer KünstlerInnen wird bei der Präsentation ihres Werks nachgegangen.

Wann:
17. September 08 - 13. April 09
Di - Fr 09:00 - 19:00
Sa, So und Feiertag 10:00 - 17:00

Wo:
Schlossmuseum Linz
Tummelplatz 1
4010 Linz

Landesgalerie Linz - Politische Skulptur

Als Ergänzung und Erweiterung zu "Kulturhauptstadt des Führers" zeigt die Ausstellung Werke von Ernst Barlach, Ludwig Kasper, Josef Thorak und Fritz Wotruba.

"Politische Skulptur" bearbeitet die Frage, die das jeweilige Werk der einzelnen Bildhauer in de unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systemen vor und nach 1945 funktionierte bzw. es auch heute noch tut.

Neben der Biographie des Künstlers und einer kunsthistorischen Bearbeitung des konkreten Oeuvres spielt somit vor allem eine Analyse der Rezeptionsgeschichte eine wichtige Rolle für das Gesamtprojekt, das durch die Zusammenarbeit mit der Ernst Barlach Stiftung Güstrow und der Fritz Wotruba Privatstiftung wichtige Originale der vier Bildhauer zeigen kann.

Ergänzungen liefern zeitgenössische und aktuelle Zeichnungen, Grafiken sowie Fotografien.
Ein Vermittlungs- und Rahmenprogramm eröffnet zusätzliche Möglichkeiten der Meinungsbildung.


Wann:
17. September 08 - 16. November 09
Di - Fr 09:00 - 18:00
Sa und So 10:00 - 17:00

Wo:
Landesgalerie Linz
Museumsstraße 14
4040 Linz

Oskar Kokoschka - Ein Vagabund in Linz. Wild, verfemt, gefeiert …

Die aktuelle Kokoschka Ausstellung im Lentos ist ein voller Erfolg. Seit der Eröffnung der Schau am 31. Mai besuchten bereits über 25.000 Besucher die Ausstellung.

Aufgrund des großen Andrangs verlängert das Lentos Kunstmuseum an den letzten vier Freitagen der Kokoschka-Schau seine Öffnungszeiten, um weiteren Kunstinteressierten die 37 Gemälde, 49 Aquarelle und Zeichnungen sowie rund 40 Lithografien, Plakate und Drucke präsentieren zu können.


Ab Freitag, 12. September bis zum Ende der Ausstellung am 5. Oktober schließt das Lentos seine Pforten freitags erst um 21 Uhr.
Das Lentos bietet zu dieser Zeit auch vermehrt Führungen an, die donnerstags um 18 bzw. 19 Uhr, samstags um 16 Uhr und sonntags um 11 bzw. 16 Uhr gehalten werden.

Weiters zeigt das Lentos Sonderveranstaltungen zur Ausstellung um Kokoschka als entarteten Künstler.

  • 4. 9., 18:30 Uhr: Vortrag von Christoph Zuschlag Oskar Kokoschka und die Aktion 'Entartete Kunst'
  • 18. 9., 19 Uhr: Vortrag von Birgit Schwarz Von Kokoschka zum ‚Führermuseum’: Hans Posse
  • 25. 9., 19 Uhr: KuratorInnenführung mit Nina Kirsch
  • 28. 9., 15 Uhr: Vortrag von Patrick Werkner Kokoschka, Hitler und die Folgen
  • 5. 10., 10 und 15 Uhr: KuratorInnenführung mit Elisabeth Nowak-Thaller
Auch das ARCOTEL Nike**** bietet Kunstliebhabern ein einzigartiges Erlebnis. Auf den Spuren von Oskar Kokoschka – Romantik & Kunst in Linz,Donau.
Noch bis Anfang Oktober 2008 können Kunstfreunde und Liebhaber von Oskar Kokoschka ein Wochenende mit stilvollem Aufenthalt im Hotel an der Donau genießen und kommen im Lentos Kunstmuseum ganz auf ihre Kosten.

Weitere Infos zur Ausstellung:

Tourismusverband Linz
Lentos Kunstmuseum

Freitag, 1. August 2008

Pixelhotel

Wer in Linz ankommt, steht bereits in der Hotellobby. „Pixelhotel“ lässt aus ungenutzten Räumen in Linz im Kulturhauptstadtjahr 2009 Hotelzimmer entstehen. In leerstehenden Gebäuden, Industriehallen, öffentlichen Gebäuden, Geschäfts- und Mietshäusern werden Zimmer unterschiedlichster Form, Individualisierung und Qualität eingebaut. Diese Zimmer sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und nicht in einem Gebäude zusammen gefasst. Abseits des touristischen Mainstreams inszeniert das „Pixelhotel“ Facetten von Linz, die den BesucherInnen sonst verborgen bleiben würden.


Alle Dienstleistungen eines herkömmlichen Hotels finden sich in der Stadt selbst: Das „Pixelhotel“ nutzt die Ressourcen vorhandener Einrichtungen wie Restaurants, Bars, Fitnessstudios, Friseure. Mit dem Schlüssel für sein Zimmer bekommt der Gast gleichzeitig einen Stadtplan. Bereits der Weg zu seinem Ziel wird zum Linz-Erlebnis, das Eigenheit, Vielfalt und Stadtalltag Linz vermittelt.


Suite im Hof
In der Marienstraße 10a, entsteht aus einer verlassenen Garage eines Hinterhofs ein Hotelzimmer. Campingwagen, vorgefundene Artefakte aus einer anderen Zeit – und irgendwie auch einer anderen Welt – werden zu funktionalen Accessoires...
hof pixel






Suite im Garten
In einer ehemaligen Arbeiterwohnung und einem Lagerraum entstand eine Suite auf zwei Ebenen mit in den Wohnraum integriertem Vorgarten. Die Gäste schlafen hier nicht nur, sie können genauso gut entspannt in ihrem Vorgarten, der gleichzeitig Entrée, Abstellfläche für Fahrrad, Gartengeräte und -möbel ist, sitzen...


Kontakt
Pixelhotel
Altstadt 28
4020 Linz
T +43(0)650 743 79 53
office@pixelhotel.at

Dienstag, 29. Juli 2008

Linz,Erschweben


Sie schweben geradezu, gleiten die Donauufer entlang, hinauf zum Schloss oder auf den Pöstlingberg – und das fast lautlos und ohne Mühe! Mit dem intuitivsten Fortbewegungsmittel der Welt – dem SEGWAY.

Foto Copyright: linzerschweben

Auf den Segways rollen Sie mit bis zu 20 km/h durch die Stadt. Seit kurzem gibt es sie auch in Linz – emissionsfreie Elektroroller, die Sie, durch modernste Technologie gesteuert, durch die Stadt balancieren und geradezu fühlen, wohin Sie fahren wollen. Die Bedienung wird innerhalb weniger Minuten erlernt. Professionell geführte Touren werden täglich um 14 Uhr, am Wochenende auch um 10 Uhr und 18 Uhr, angeboten – abwechselnd in den Norden oder Süden der Stadt.

Die Nord-Tour
führt die Kulturmeile und die Donau entlang über die Eisenbahnbrücke nach Alt-Urfahr. Von dort geht es über das Petrinum auf den Pöstlingberg. Sie fahren meist auf Radwegen oder sehr wenig befahrenen Straßen, vorbei an Bauernhöfen und Villen und genießen viele herrliche Ausblicke auf die Stadt, wie Sie sie noch nie erSCHWEBT haben. Nach einem Rundumblick bei der Wallfahrtskirche geht es entlang der Trasse der Pöstlingbergbahn wieder zurück zum Hauptplatz.

Die Süd-Tour
zeigt zuerst das städtische Linz, bevor sie ebenfalls ins Grüne führt. Nach der Kulturmeile an der Donau geht es am Parkbad vorbei zum Südbahnhof-Markt. Von dort schweben Sie via Volksgarten zum Wissensturm (mit einem Abstecher auf die Aussichtsplattform - exklusiv für Segway-Touren). Danach gleitet man durch die Parkanlagen auf Gugl und Freinberg zum Römerberg. Über Schloss und Altstadt geht es dann wieder zurück zum Hauptplatz.


Die Touren dauern etwa 2,5 Stunden (inklusive 30 Minuten Schulung) und kosten € 48,00 pro Teilnehmer (inkl. Mwst.). Für geschlossene Gruppen werden auch Privat-Touren angeboten. Hier können für € 360,00 (inkl. Mwst.) bis zu 10 Teilnehmer an einer City-Tour teilnehmen. Sonder-Touren und spezielle Firmen-Events runden das Angebot von LINZerSCHWEBEN ab.

Information und Buchung unter:
LINZerSCHWEBEN oder in derTourist Info am Hauptplatz unter Tel. +43 (0)732/7070-2009

Donnerstag, 10. Juli 2008

22. Linzer Pflasterspektakel


Bereits zum 22. Mal verwandelt eine Auswahl der originellsten internationalen Straßenkunstprofis und der vielversprechendsten Nachwuchstalente die Linzer Innenstadt von Donnerstag, 17. bis Samstag, 19. Juli 2008 in eine pulsierende Arena.
Foto Copyright by Archiv TVL/Stadt Linz 2006


Auftrittsorte & Hutgeld
Rund 40 verschiedene Auftrittsplätze in 5 Spektakel-Welten kreieren eine Atmosphäre sowohl des Traumhaften als auch der Lebendigkeit in Linz. Allmorgendlich erwacht das Pflasterspektakelgeschehen aufs Neue. Die KünstlerInnen entscheiden täglich neu über ihre einstündigen Auftrittszeiten und Orte. Alle teilnehmenden StraßenkünstlerInnen sind auf das vom Publikum gespendete „Hutgeld“ angewiesen. Die ArtistInnen erhalten zwar einen Fahrtkostenzuschuss, Nächtigungsmöglichkeit und ein kleines Taschengeld, jedoch keine Fixgagen. Die Spendenfreudigkeit der BesucherInnen trägt also maßgeblich zur qualitätsvollen, internationalen und vielfältigen Programmgestaltung des Festivals bei.


Wie in einem kleinen Universum, kreist auch das bunte Treiben der StraßenkünstlerInnen um einige Fixpunkte im Festivalgeschehen:
Als fulminanter Auftakt des Festivals zieht am Donnerstag, 17. Juli 08 um 16 Uhr eine Eröffnungsparade mit allen teilnehmenden Künstlergruppen durch die Landstrasse bis zum Hauptplatz und startet ein vielfältiges Programm mit Comedy, Clownerie, Tanz, Pantomime, Zauberei, Musik, Straßenmalerei und Walkacts.


Samba-Umzüge & Feuershows am Abend
Von den bereits legendären Samba-Umzügen (Freitag und Samstag um 21 Uhr) bis hin zu atemberaubender Jonglage und Akrobatik, das Linzer Pflaster wird wieder fast zum Glühen gebracht. Heiß her geht’s natürlich auch in den Abendstunden des Festivals, wenn bei fesselnden Feuershows die Feuerkeulen die belebten Plätze erhellen.


Straßentheater an besonderen Orten
Bereits über mehrere Jahre etabliert und vom Pflasterspektakel kaum mehr wegzudenken sind die einmaligen und unkonventionellen Theaterdarbietungen in Innenhöfen und auf Plätzen der Innenstadt.Von Schatten- und Marionettentheater über eine traumhafte Lichtperformance bis zum „Pantomime-Elektriker“ und einer Performance in Wohnwägen sprengt Straßentheater die Grenzen des Alltags und entführt in neue, ungewöhnliche Welten.In luftige Höhen entführen akrobatische Spitzenleistungen bei Hochseildarbietungen am Alten Markt und am Pfarrplatz.


NEU: „Kaleidoskop-Nächte“ im LINZ AG-Spektakelzelt
Als besondere Neuerung des diesjährigen Pflasterspektakels laden erstmals „Kaleidoskop-Nächte“ ins LINZ AG-Spektakelzelt am Linzer Pfarrplatz. Dabei erwartet das Publikum ein buntes Potpourri in Form eines Varieté-Programms. Linzer Pflasterspektakel-KünstlerInnen präsentieren Höhepunkte ihrer Shows – mitreißende Momente in besonderer Atmosphäre eines Zirkuszelts sind garantiert.


Klanghöfe – Pflaster-Nightline
MusikliebhaberInnen im Publikum seien die Pflasterspektakel-Klanghöfe ans Herzen gelegt. Ausgewählte Innenhöfe warten mit einem durchgehend programmierten Musikprogramm auf.Für alle BesucherInnen, die untertags noch nicht genug vom Festival haben, gilt heuer zur späten Nachtstunde „Fortsetzung folgt…“ dank einer erweiterten Pflaster-Nightline. In Cafés und im Spektakelzelt treten StraßenkünstlerInnen an ungewöhnlichen Orten.

Finale Grande
Im Schmelztiegel der kreativen Festivalatmosphäre entstanden, entwickeln spontan formierte KünstlerInnengruppen Performances von besonderer Einzigartigkeit.Diese „improvisierten Abschlussshows“ finden Samstagabend am Linzer Hauptplatz statt.

Kinderspektakel
Neben einer Kinderkulturbühne im Spektakelzelt am Pfarrplatz (täglich von 16 bis 20 Uhr) bietet das Kinderspektakel im Schillerpark ein buntes und abwechslungsreiches Angebot. Eltern und Kinder können zwischen zwei Hüpfburgen, einem Kleinkindbereich, einer Wasserbaustelle rund um den Brunnen, einer Ytong-Baustelle sowie einem großen Schmink- und Stylingzelt wählen. Außerdem sorgen die Kinderfreunde heuer für neue Bastelideen im Kreativzelt und eine motopädagogische Baustelle. Da sind Spiel und Spaß keine Grenzen gesetzt.


Linzer Pflasterspektakel

Internationales Linzer Straßenkunstfestival
Donnerstag, 17. bis Samstag, 19. Juli 2008
(Donnerstag 16-24 Uhr, Freitag und Samstag 14-24 Uhr, Nightline bis 1 Uhr früh)
Linzer Innenstadt, Eintritt frei!

Fotos Hash

Asif Hashmi, ein Journalist vom Ryanair Magazin, war vor kurzer Zeit in Linz und hat einige Fotos seines Aufenthaltes auf Flickr veröffentlicht.

Fotos